Teamartern

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Teamartern

Beitrag von Leon am Mi März 13, 2013 3:53 am

1 Stall
Der "normale" Stall ist eine weitere bekannte Teamart. Er arbeitet im Gegensatz zum Rain- oder Sandstall aber ganz ohne Wetter. Es ist also eine sehr defensive Teamart, deren Ziel es ist, den Gegner nicht durch pure Kraft zu dominieren, sondern ihn nach und nach durch Passivschaden zu zermürben.
Passivschaden nennt man jeglichen Schaden, der durch Hazards (Stachler, Giftspitzen, Tarnsteine), Wetter (Sandsturm, Hagel) und Statusprobleme wie Gift hervorgerufen wird. Um diesen möglichst effektiv zu verteilen muss man den Gegner oft zum Wechseln zwingen. Das geht besonders gut mit den Attacken Wirbelwind, Brüller und Drachenrute.

Der wohl größte Vorteil dieser stabilen Teams ist, dass offensive Teams ihnen unterlegen sind und im Normalfall leicht aufgehalten werden können. Außerdem gibt es hier nicht so wie bei Rain- oder Sandstall einen so genannten "Weatherwar", einen Kampf, dessen Ziel es ist, das eigene Wetter rauszubringen. Allerdings ist Stall schwerer als Offense zu spielen, da man die Prediction sehr gut beherrschen muss. Das ist das Vorrausahnen der gegnerischen Spielzüge, um dementsprechend schon früh zu handeln.

Außerdem ist gerade hier besonders darauf zu achten, dass man den Großteil der Threatlist abgedeckt hat. Es ist also ein gesunder Mix aus physischen und speziellen Stallern nötig. Stahl-Pokémon sind sehr gut geeignet, da sie viele Resistenzen aufweisen und so oft schon ein einziges Pokémon größere Teile der Threatlist abdecken kann.
Nützliche und oft benutzte Pokémon für diese Strategie wären Panzaeron, Heiteira/Chaneira, Tentantel, Forstellka, Heatran, Skorgro, Latias, Aquana, Bronzong, Gastrodon, Jirachi, Morlord und Tentoxa.

Grundsätzliches Ziel ist es, den Gegner langsam aufzureiben. Also müssen dementsprechend die Hazards ausgelegt und durch einen Spinblock (Geist-Pokémon, das Turbodreher abfangen kann) geschützt werden. Eine weitere Gefahr sind Booster. Da es in Stall-Teams nicht immer einen Revenger gibt, der diese schnell ausschalten kann, muss man sich mit anderen Dingen behelfen. Möglichkeiten wären Verhöhner, Toxin oder Morlord, welcher durch seine Fähigkeit Unkenntnis durch gegnerische Boosts unbeeindruckt bleibt.
Allgemein sollte das Team auf Resistenzen aufgebaut sein, also so, dass man in jede Attacke ein Pokémon einwechseln kann ohne ernsthaften Schaden zu nehmen.

Checkliste für Stall-Teams
Tarnsteine
Stachler und/oder Giftspitzen
Gute defensive Synergie
Spinner
Möglichkeiten Booster zu stoppen

Tabloo - tab und bloo

Mit Heatran, Panzaeron und Roserade verfügt Tabloo über alle Arten von Entry Hazards, nämlich Tarnsteinen, Stachler und Giftspitzen
Das Team hat Resistenzen gegen jeden offensiven Typ und damit eine gute defensive Synergie
Gengar beschützt durch seinen Geisttyp die Entry Hazards
Das Team besitzt keinen Spinner, hat jedoch keine Probleme mit Entry Hazards umzugehen
Mit zwei mal Roar/Whirlwind im Team und einem schnellen Revenger (Gengar) gewinnt Tabloo gegen die meisten Booster

2 Rainstall

Das Essentielle für Rainstall Teams in SW ist als erstes einmal ein Quaxo, welches den Regen rausbringt. Regenteams sind meistens darauf ausgelegt, die Vorteile, die man durch den Regen ziehen kann, auszunutzen. So sind des öfteren Pokemon mit einer nervigen Feuerschwäche oder der Fähigkeit Regengenuss anzutreffen. Ebenfalls sind die Attacken Donner und Orkan hier sehr empfehlenswert, da sie durch den Regen eine 100% Chance auf den Treffer haben, es sei denn man greift ein Pokemon mit der Fähigkeit Wolke Sieben an.

Um den Gegner auszustallen sind natürlich einige Dinge wichtig, die man im Team braucht. So sind Pokemon die Tarnsteine/Stachler/Giftspitzen auslegen äußerst wichtig. Ein Pokemon, welches in kaum einem Regenteam fehlt ist daher erst einmal Tentoxa. Durch seine Fähigkeit Regengenuss und die Attacken Giftspitzen und Turbodreher passt es ausgezeichnet in solch ein Team. Um nun noch die anderen Hazards auszulegen eignen sich einige verschiedene Pokemon wie Forstellka, Tentantel, Panzaeron, Heiteira, Jirachi oder Roserade. Allerdings müssen einige auf die geboosteten Wasserattacken aufpassen, oder auch auf Donner.

Sollte man sich dazu entscheiden keine Giftspitzen zu spielen, ist einem noch die Attacke Toxin ans Herz zu legen. Toxin ist eine der Sachen, die in keinem Stallteam fehlen sollte, da man den Gegner so relativ unter Druck setzen kann, da er keine Statuswerte boosten kann, wenn er immer mehr Leben verliert. Sie ist nicht zwingend auf allen Pokemon, allerdings empfiehlt es sich 2-4 Pokemon mit dieser Attacke zu haben. Sollte man 3 oder weniger Pokemon damit spielen, sollte man darauf achten, dass es wenig Sinn macht es zu spielen, wenn ähnliche Pokemon in jenes Pokemon eingeswitcht werden. Jedoch muss man diese Entscheidung selbst treffen, da es manchmal doch praktisch ist gegen bestimmte Pokemon mehr als eine gute Antwort zu haben.

Der nächste wichtige Punkt ist nun, dass man sicher geht, nur Pokemon mit einer Form von Recovery zu haben. Hier sind Attacken wie Genesung, Egelsamen, Weichei, Wunschtraum oder Leidteiler zu empfehlen. Die meisten Attacken haben hierbei den Sinn sich selbst zu heilen, bis auf Egelsamen und Wunschtraum. Bei Wunschtraum ist zu beachten, dass die Pokemon, die Support von Wunschtraum benötigen, eine gute Synergie zum Wunschtraum Ausführer besitzen. So macht es relativ wenig Sinn mit Aquana einen Wunschtraum auf Quaxo zu bringen, allerdings ist es sinnvoll mit Aquana auf Tentantel zu passen. Empfehlenswerte Pokemon sind hier Chaneira, Aquana, Brutalanda, Jirachi oder auch Togekiss.

Um nun Erfolg mit einem solchen Team zu haben ist noch darauf zu achten, dass man gegen bestimmte Pokemon vorgesorgt hat. So gibt es einige Threats, die zu Problemen führen können. Hier werde ich jene aufzählen und gleichzeitig die Lösungsvorschläge bereitlegen.

1. Despotar: Despotar sorgt mit seinem Wetterwechsel dafür, dass der Regen mitsamt seinen Vorteilen flöten geht. Um Despotar auszuschalten empfiehlt es sich sichere Counter einzubauen, wie Tentantel (Vorsicht vor Feuersturm!), Bronzong oder ein physisch defensives Morlord. Auch von Vorteil können die Giftspitzen und andere Hazards sein, wohingegen man selbst einen Spinner spielt, da Wetterbringer sehr häufig eingewechselt werden.

2. Schwerttanz Virizion: Solch ein Virizion fräst sich mit mehr oder weniger großer Leichtigkeit durch die meisten Regenteams, da es einfach eine perfekte Coverage hierfür besitzt. Um es zu besiegen braucht man entweder einen Revenger, der allerdings schwer einbaubar ist, oder man spielt Panzaeron und versucht, es möglichst gesund (über 90%) ins Spiel zu bringen, um Virizion dann mit Sturzflug zu töten. So kann man versuchen früh Giftspitzen rauszubringen und dann den Leben Orb Schaden + den Hazardschaden auszustallen, wofür allerdings gute Prediction gefordert ist.

3. Vulnona ist der nächste große Feind, da es die Sonne bringt und sobald Quaxo genug Schaden genommen hat, kann es auch von Vulnona ausgeschaltet werden und ein Sonnenteam ist von Regenstall Teams meistens schwer zu countern. Daher ist es essentiell Vulnona erfolgreich besiegen zu können, indem man Hazards auslegt und es viel zum Switchen zwingt. So sollte es ein Leichtes sein, es zu besiegen.

Checkliste für Rainstall
Quaxo um den Regen zu rufen
Sichere Wasserresistenz um verstärkte Wasserattacken zu blocken (z.B. Tentantel, Tentoxa, Latias)
Möglichkeiten die Entry Hazards zu beschützen (Geisttyp, sicherer Check gegen häufige Spinner wie Starmie, Tentoxa oder Forstellka)
Entry Hazards (Tarnsteine, Giftspitzen, (Stachler)) um den Gegner trotz fehlender Offensive zu besiegen
Spinner um nicht gegen gegnerische Entry Hazards zu verlieren
Mehrere Pokemon mit Schutzschild um den Giftschaden zu vergößern

IR: The Art of Rain Stall - MDragon

Mit Quaxo besitzt das Team ein Pokemon um den Regen zu rufen
Tentantel, Quaxo, Dragoran und Tentoxa sind Wasserresistenzen und schützen das Team vor verstärkten Wasserattacken
Dank Tentantel, Chaneira und Tentoxa sind die Entry Hazards meist auf dem Feld
Das Team besitzt keinen Geisttyp, kann aber Spinner schnell ausschalten und vor allem schnell Freeturns für das Legen der Entry Hazards bekommen
Mit Tentoxa verfügt IR über einen guten Spinner, der oft zum spinnen kommt
Das Team stallt jedes Pokemon aus (Protect und viel Def) und schadet dem Gegner so extrem durch Gift

3 Sandstall

Um ein Sandstall Team zu benutzen wird ein Sandsturm benötigt. Dieser kann entweder durch Despotar oder Hippoterus herbeigerufen werden. Beide in einem Team zu spielen kann auch von Vorteil sein, da beide verschiedene Pokemon abdecken. So kümmert sich Hippoterus um die physische Seite, wie Lucario, und Despotar kann einige spezielle Angreifer aufhalten, oder als Trapper oder Revenger dienen. Außerdem behält man so den Vorteil gegenüber anderen Wetterteams, da man doppelt soviele Wetterbringer besitzt. Sand richtet Schaden in Höhe von 6,25% pro Runde an, es sei denn, das Pokemon ist vom Typ Gestein, Stahl oder Boden, oder besitzt die Fähigkeit Magieschild bzw. Wetterfest. Außerdem bekommen alle Pokemon vom Typ Gestein einen 50% Boost auf ihre Spezial Verteidigung, was einer der Gründe ist, warum Despotar einen so guten speziellen Tank abgibt. Der weitere Vorteil in Despotar und Hippoterus ist, dass sie durch ihre guten Werte und Verwendungszwecke als besser angesehen werden, als es das tarnsteinschwache Vulnona oder das früher im NU herumtrollende Quaxo. Mit Stalobor hat man außerdem noch einen ausgezeichneten Spinner, was in einem Stallteam immer von Vorteil ist.

Das Ziel hinter Sandstall ist, den Gegner durch die konstanten 6.25% Schaden durch den Sandsturm, kombiniert mit dem Passivschaden durch Toxin, Tarnsteine und Stachler und dem regulären Schaden durch Angriffe zu besiegen. Zum Schluss werden häufig noch sogenannte Cleaner gespielt, die das gegnerische Team restlos besiegen, sobald alle gegnerischen Pokemon weit genug vorgeschwächt sind. Beliebt ist hier beispielsweise Gedankengut Latias oder Schwerttanz Stalobor, welches zugleich noch als Spinner fungieren kann.

Um den Wetterkampf zu gewinnen, ist es wichtig seine Hazards rauszubekommen, da die anderen Wetterbringer allesamt anfällig für Hazards sind. Weitere Möglichkeiten bieten sich im Benutzen von einem Wahlband Despotar mit großer spezieller Verteidigung um jene zu pursuiten (Verfolgung).

Pokemon die zur Verwendung geeignet sind, sind jene die eine Form der Recovery haben (Genesung, Wunschtraum, Weichei,...), Hazards legen können und/oder immun durch ihren Typen gegen den Sandsturm sind. Beliebte Stachelleger sind hier Tentantel, Forstellka, Panzaeron, Noktuska (Sandschleier). Wenn man sich entscheidet das spezielle Ei Heiteira zu spielen sollte man auch dabei bleiben und nicht zu Chaneira wechseln, obwohl dieses durch das Item Evolith höhere Verteidigungswerte hat. Denn Heiteira besitzt im Gegensatz zu Chaneira Überreste, welche ihm ermöglichen „keinen“ Schaden vom Sandsturm zu nehmen.

Des Weiteren ist es wichtig sicher zu gehen, dass häufige Sandsturm Pokemon besiegt werden können. Dazu zählen u.a. Despotar und Stalobor, welche beide z.B. von Skorgro oder auch Tangoloss aufgehalten werden können, solange Despotar keinen Eisstrahl trägt.

Checkliste für Sandstall
Hippoterus oder Despotar um den Sandsturm zu rufen
Entry Hazards (Tarnsteine, Stachler, Giftspitzen) um den Gegner trotz fehlender Offensive zu besiegen
Möglichkeiten die Entry Hazards zu beschützen (Geisttyp, sicherer Check gegen häufige Spinner wie Starmie, Tentoxa oder Forstellka)
Resistenzen gegen möglichst alle Typen
Möglichkeiten gegen offensive Teams zu bestehen und Booster zu besiegen

5 Minute Excadrill Sand Team - Mario Bro und yee

Hippoterus ruft den Sandsturm für das Team
Mit Hippoterus und Roserade werden Stachler und Tarnsteine sicher ausgelegt
Das Team besitzt aus Platzmangel keinen Geisttyp, kommt aber gegen Spinner gut zurecht
Die Pokemon decken ihre Schwächen gut ab wodurch das Team gegen jeden Typ Resistenzen hat
Durch Paralyse, Verbrennung und Drachenrute kann das Team gegen Booster gut zurechtkommen. Zur Not kann Stalobor revengen.

3.4 Bulky Offense

Grundsätzliche Idee
Bulky Offense (Bulky = dick;fett) ist eine häufig verwendete Abwandlung des normalen offensiven Teams.
Im Gegensatz zu diesem besitzt das Bulky Offense-Team nämlich noch einen gewissen Grad an defensivem Potential.
Es kann also auch ein wenig einstecken, wozu eine gute Synergie innerhalb des Teams wichtig ist, da Bulky Offense trotzdem zur Gattung der offensiven Teams gehört, worauf auch das Hauptaugenmerk gelegt wird.
Neben den Resistenzen ist ein häufig eingebauter und wichtiger Faktor auch die Verwendung von Hazards in Bulky-Offense (später: BO)-Teams, wodurch passiv Druck auf den Gegner ausgeübt wird, was vor allem in Verbindung mit den guten Resistenzen sehr nützlich ist.
Gerade dadurch ist die Abwandlung BO entstanden. Während man sich in rein offensiven Teams auf einen Suizid-Hazard-Leger verlässt, sollte in BO-Teams ein defensiver Hazardleger vertreten sein, wodurch man auch oftmals Pokemon wie Panazeron in BO-Teams sieht.

Merkmale
Neben der Offensivkraft gepaart mit defensivem Potential und den Hazards ist ein weiteres, häufig gesehenes Merkmal ein Core (Kern), der fast immer aus Pokemon gebildet wird, die eine optimale Typenabdeckung (Synergie) oder in manchen Fällen auch beide Angriffsreichweiten abdecken. Durch die Synergie erhält das Team Standfestigkeit, da es gut in Resistenzen einwechseln kann.
Um BO von Heavy Offense und Balance abzugrenzen, geht man von maximal 2 defensiven Pokemon (Staller) oder mehreren Tanks ohne Staller aus.

Umsetzung
BO-Teams sind eine der am häufigsten genutzten Teamarten und das zu recht. Sie sind recht leicht zu handhaben, man muss nicht wie beim Stall auf jeden
Teammember aufpassen und auch nicht wie beim Heavy Offense penibel darauf achten, dass der Gegner nicht zum Set-Up kommt.
Zu einem wichtigen Bestandteil von BO-Teams gehören auf jeden Fall Tarnsteine. Weitere Hazards sind nicht unbedingt nötig, können aber eingebaut werden.
Schaden tun diese nie. Einen Spinner, also ein Pokemon mit Turbodreher ist nicht unbedingt von Nöten, ist aber immer hilfreich und befreit das eigene Team von
gegnerischen Hazards. So ein Pokemon sollte man in Erwägung ziehen, wenn man eine große Schwäche gegnüber Tarnsteine, Stachler oder Giftspitzen hat und/oder
Pokemon im Team sind, die häufige Hazard-Ausleger einfach zum Set-Up kommen lassen.

Beispiele
Tarnsteine-Leger: Despotar, Heatran, Chaneira, Celebi, Tentantel, Digdri, ...
Stachler-Leger (Spiker): Panzaeron, Tentantel, Roserade
Giftspitzen-Leger: Roserade, Tentoxa, Nidoqueen(*)
Spinner: Tentoxa, Starmie, Forstellka, Kapoera, Stalobor

Desweiteren ist ein Revenger (Revenge = Rache) in vielen BO-Teams vorzufinden, da dieser dazu dient, angeschlagene, schnelle Pokemon zu besiegen und Pokemon, die ihren Initiative-Wert gesteigert haben, auszuknocken.

Um ein Pokemon bauen

Das häufige Ziel von BO-Teams ist es, ein Pokemon sweepen zu lassen (cleaner/Lategame-Sweeper). Das ist meistens ein Set-Up-Sweeper,
also ein Pokemon, dass seine Statuswerte steigert. Dazu muss man die Counter des Pokemons beseitigen, also die Pokemon, die es am sweepen hindern.
Dies kann man durch Schwächen mittels Hazards machen oder man lurt (ködert) diese Pokemon. Das bedeutet, dass man sie in ein Pokemon lockt, gegen das sie vermeintlich die Oberhand haben. Nun hat man aber eine überraschende Attacke parat, die sonst nicht auf diesem Pokemon gespielt wird, um diesen vermeintlichen
Counter zu besiegen oder stark zu schwächen. Kraftreserve ist ein gutes Beispiel hierfür, da diese jeden Typ annehmen kann.
So kann eine unerwartete Kraftreserve Elektro ein Garados besiegen oder eine Kraftreserve Boden ein Heatran.
Natürlich macht dies nur Sinn, wenn man Counter für das Pokemon lurt, das man am Ende sweepen lassen will.
Somit nimmt man oftmals zwei Pokemon ins Team, die ähnliche Counter haben, sodass das erste Pokemon die Counter lurt und anschwächt/besiegt und das zweite am Ende
leichtes Spiel gegen das Pokemon hat.

Beispiele:
Panferno + Lucario
Beide haben ungefähr die gleichen Counter. So könnte Panferno beispielsweise Garados luren und es mit einem Donnerschlag/Kraftreserve [Elektro] anschwächen/besiegen, dann hat Lucario am Ende leichtes Spiel. Tarnsteine erleichtern das Ganze ungemein!

Starmie + Suicune
Hier könnte Starmie beispielsweise ein Viridium luren und es mit einem Psychoshock besiegen, sodass Suicune diesen sicheren Counter nicht mehr
vor der Nase hat.

Es gibt unendlich viele solcher Taktiken, man muss nur kreativ und nicht zu offensichtlich sein.

Ein weiteres Beispiel ist es, mit einem Scherox Panzaeron zu luren. Scherox' Kehrtwende bietet hier eine super Möglichkeit.
Man wechselt Scherox in ein Pokémon, das nichts gegen dieses ausrichten kann (z.B. in Draco Meteor von Latios) und setzt in der nächsten Runde Kehrtwende ein. Da Panzaeron nicht viel Schaden von Kehrtwende und auch von keiner anderen Scherox' Attacken erhält, ist er ein guter Counter und wird sehalb oft in den Käfer eingewechselt. Dank der Kehrtwende kann man sofort sein nächstes Pokemon bringen.
Magnezone würde Panzaeron dank Magnetfalle festhalten und könnte es besiegen. Nun hat man mit Panzaeron einen Counter für Pokemon wie Dragoran aus dem Weg geschafft, welches nun leichtes Spiel hätte.


Eine weitere häufige Taktik in BO-Teams ist Kehrtwende + Voltwechsel. Es ermöglicht das direkte Einwechseln eines Counters gepaart mit Zusatzschaden durch besagte Kehrtwende + Voltwechsel. Mit Hazards gespielt ist dies eine extrem schwer zu knackende Taktik. Am häufigsten gesehen wird hier Scherox + Rotom-W (+Landorus). Scherox + Rotom ergänzen nicht nur ihre Schwächen perfekt, sie können beide sehr gut in die Counter des anderen kommen und können dazu noch physich und speziell zuschlagen. Somit können sie auch nicht von einem Pokemon mit einem hohen Verteidigungswert aufgehalten werden.
Landorus ist ein Pokemon, das oftmals in Kombination mit Scherox und Rotom-W gespielt wird, da es gegen die wenigen Counter der beiden gut ankommt.
So würde beispielsweise ein Celebi mit Kraftreserve [Feuer] die Kombination zerstören, wohingegen Landorus Abhilfe schafft.
Sichere Counter dagegen gibt es kaum. Latias mit Kraftreserve [Feuer] ist ziemlich nah dran, da es Rotom sicher countert, Scherox mit Kraftreserve Feuer
besiegt und den Kehrtwende-Schaden von Landorus einfach mit Genesung heilt. Ansonsten muss man versuchen, diese Kombination zu umspielen oder zum eigenen Vorteil
zu verwenden. Hat man selbst Tarnsteine und der Gegner nicht, kann man die Kombination einfach mit Panzaeron + Heiteira wallen,
da Scherox, Rotom-W und Landorus alle 12% Schaden beim Einwechseln bekommen, während Panzaeron + Heiteira sehr wenig Schaden von Voltwechsel + Kehrtwende
erhalten.

Wie besiege ich BO?
BO kann man auf vielen Wegen schlagen. Da diese Teams fast nie mit Clericern (Pokemon mit Aromakur / Vitalglocke) gespielt werden und Erholung nicht mehr so häufig gespielt wird, sind Statusveränderungen
ein effektives Mittel. So können sich die Pokemon nicht mehr vom Status erholen und sind in ihren Möglichkeiten stark begrenzt.

Auch Hazards sind ein gutes Mittel gegen BO-Teams, vor allem, wenn man einen Spinnblocker (Geist-Pokemon; blockt Turbodreher ab) spielt.
BO-Teams haben zwar einen gewissen Grad an Defensive, aber eben auch nicht riesig viel, denn sie zählen immernoch zu den offensiven Teams.
So können Attacken wie Draco Meteor, Wutanfall, Hydropumpe usw. auf Dauer sehr weh tun. Da man im Gegensatz zu Heavy Offense nicht in die ständige Gefahr läuft
von einem Booster überrannt zu werden, muss man auch nicht so kleinlich auf seine Pokemon aufpassen und kann unwichtige opfern und sich auf die wichtigen Pokemon
konzentrieren. So hat man nicht immer den Druck, möglichst seine Pokemon am Leben zu erhalten, um nicht völlig überrannt zu werden.

Checkliste
Wie ihr erkennen konntet, gibt es unendlich viele Möglichkeiten ein BO-Team zu bauen, die teilweise auf sehr unterschiedliche Strategien setzen. Achtet einfach beim Teambau darauf eure Strategie immer zu verfogen.



Es gibt wie gesagt keine Checkliste für Bulky Offense Teams, jedoch kann man an dem Beispiel schön sehen, wie sie ungefähr aussehen sollten. Das Team steht mit Despotar, Celebi und Garados sehr stark in der Defensive und hat mit Excadrill einen starken Revenger oder Sweeper

4
Heavy Offense (engl. Für schwere Offensive) ist im BW OU eine der dominierenden Spielweisen, denn dank der vielen starken, offensiven Pokemon die hinzugekommen sind, ist Offensivkraft wichtiger geworden als in DPP . Die grundlegende Idee von Heavy Offense ist es, Pokemon mit gleichen bzw. ähnlichen Countern zu benutzen. Nachdem eines dieser Pokemon seinen Counter geschwächt hat, kann ein anderes, welches auch diesen Counter beansprucht, sweepen. Aus diesem Grund ist es ratsam in Heavy Offense Teams nur spezielle oder nur physische Pokemon zu spielen, denn häufig haben physische und spezielle Pokemon nicht die gleichen Counter, was sie als jeweilige Teampartner unpassend macht.

Beim Teambau ist darauf zu achten, dass, wie oben schon erwähnt, die Pokemon im Team die gleichen Counter besitzen. Man verwendet in solchen Teams vor allem Pokemon mit Boostattacken, denn nur so kann man defensiv starke Pokemon wirklich schwächen. Des Weiteren sollten sie eine gute Coverage besitzen, was bedeutet, dass sie mit ihren Attacken möglichst viele Pokemon neutral oder effektiv treffen, und somit wenige Counter besitzen.

Die meisten HO-Teams besitzen außerdem einen Supporter. Dieser Supporter unterstützt das Team beim Sweep. Dies kann auf verschiedene Arten erfolgen. Entweder durch Screens, also Reflektor und Lichtschild, durch das Legen von Entry Hazards (Tarnsteine, Stachler), durch die Attacke Memento-Mori und durch Verhöhner, was vor allem wichtig ist, wenn die Sweeper des Teams eine Schwäche gegen Tarnsteine besitzen. Dies kommt oft vor, denn viele starke Pokemon besitzen eine Gesteinsschwäche, wie zum Beispiel Brutalanda, Dragoran, Garados, Ramoth usw.

Ein wichtiger Punkt beim Bau eines Heavy Offense Teams ist, darauf zu achten, dass die Sweeper dem Gegner keine Freeturns geben, also Runden in denen man Auswechseln muss. Solche freien Runden nutzt der Gegner zum Boosten und weil ein HO-Team nur aus offensiven Pokemon besteht ist ein solcher Boost meist das Ende des Spiels, da die defensiv schwachen Sweeper keine geboosteten Attacken überstehen. Aus diesem Grund sollte man keine Wahlitems benutzen, denn wenn der Gegner die Attacke predictet, bekommt er einen Freeturn.

Pokemon die verwendet werden sollten über folgende Eigenschaften verfügen:

-Hoher Angriffs- oder Spezialangriffswert
-Hohe Initiative
-Boostmöglichkeit (Schwerttanz, Agilität, Drachentanz, Ränkeschmied, Gedankengut,...)
-Gute Coverage

Ein Gutes Pokemon für ein Heavy Offense Team ist beispielsweise Brutalanda. Es besitzt einen sehr guten Angriffswert (130), sowie einen recht guten Initiative Wert (100). Mit Drachentanz kann es auf eine der besten Boostattacken überhaupt zurückgreifen und mit seinem Drachentyp hat es einen exzellenten offensiven Typ, der nur von Stahlpokemon gecountert wird, welche man mit Flammenwurf oder Feuersturm hart treffen kann

Checkliste für Heavy Offense
Sweeper die die gleichen Counter haben
Kein Sweeper der dem Gegner Freeturns gibt
Screens und Tarnsteine (durch den Supporter)

The Best Defense Is Heavy Offense - Innocent Criminal

Der Gegner bekommt durch die starken Sweeper keine freien Züge
Deoxys-S hat Screens und Hazards in Form von Stachler (wobei Tarnsteine inzwischen besser wären)
Die gegnerischen Pokemon werden überlastet. Beispiel: Man braucht Scherox sowohl um Zytomega zu besiegen, als auch um Brutalanda und Austos zu revengen.
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Leon
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